TOBIAS MORETTI

Tobias Moretti genießt sowohl als Theater- als auch als Filmschauspieler größtes Ansehen. Daneben ist er auch als Opernregisseur in Erscheinung getreten. Zuletzt war er in dem Film DAS FINSTERE TAL (2014) von Andreas Prochaska auf der großen Leinwand zu sehen, für den er bereits mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde.

Tobias Moretti wurde in Tirol geboren und begann seine berufliche Laufbahn mit einem Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien, bevor er an die renommierte Otto-Falckenberg-Schule in München und damit in das Schauspielfach wechselte. Im Anschluss an seine Theaterausbildung wird er zunächst Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel und ab 1986 bei den Münchener Kammerspielen, wo er Erfolge in diversen Titelrollen feiert, u.a. in „Troilus und Cressida“, Fassbinders „Katzelmacher“ oder Achternbuschs „Der Frosch“. 2001 spielt er die Titelrolle in der Uraufführung von Botho Strauß‘ „Pancomedia“ (Schauspielhaus Bochum, Regie: Matthias Hartmann). 2002-2005 ist er bei den Salzburger Festspielen in „Jedermann“ Teufel und Guter Gesell. Es folgt die Titelrolle in Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ (Regie: Martin Kusej) bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater sowie die Darstellung des Faust am Burgtheater Wien (Regie: Matthias Hartmann). 2011-2014 spielte er am Bayerischen Staatsschauspiel Friedrich Hofreiter in „Das weite Land“ und ist seit 2012 als Grenzjäger in „Der Weibsteufel“ (beide unter der Regie von Martin Kusej) zu sehen.

Seit Anfang der 90er Jahre wandte sich Tobias Moretti neben seinen Bühnenengagements verstärkt dem Medium Film zu. Nach Mitterers „Piefke Saga“ (1990) und einem Serienausflug folgten u.a. „Krambambuli“ (1999, Regie: Xaver Schwarzenberger), „Deine besten Jahre“ (1999, Regie: Dominik Graf), „Tanz mit dem Teufel – die Entführung des Richard Oetker“ (2001, Regie: Peter Keglevic), „Schwabenkinder“ (2002, Regie: Jo Baier), „Käthchens Traum“ (2003, Regie: Jürgen Flimm), der Mankell-Verfilmung „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ (2004, Regie: Urs Egger), Speer & Er“ (2005, Regie Heinrich Breloer), „Amigo“ (Regie Lars Becker), „Das jüngste Gericht“ (2008, Regie: Urs Egger) „Nicole Weegmanns „Mobbing“ oder Lars Beckers Thriller „Geisterfahrer“ (beide 2013), „Das Zeugenhaus“ (2014, Regie: Matti Geschonneck) und „Alles Fleisch ist Gras“ (2014, Regie: Reinhold Bilgeri).

Sein Opernregiedebüt gibt Tobias Moretti 2001 mit „Don Giovanni“ in Bregenz, 2006 folgte „La Finta Giardiniera“ (Mozart) am Opernhaus Zürich (Dirigent: Nikolaus Harnoncourt) und 2009 „Il mondo della luna“ von Josef Haydn (ebenfalls mit Nikolaus Harnoncourt) am Theater an der Wien. Auf der großen Leinwand überzeugte er u. a. in Torsten Fischers LIEBESWUNSCH (2007), Oskar Roehlers JUD SÜSS – FILM OHNE GEWISSEN (2010), FLORES NEGRAS (Regie David Carreras), YOKO (Regie: Franziska Buch), IO – DON GIOVANNI (Regie: Carlos Saura) sowie in Nina Grosses Drama DAS WOCHENENDE an der Seite von Katja Riemann, Sylvester Groth und Barbara Auer und in der Kinokomödie von Thomas Wiemann GROSSSTADTKLEIN. Zuletzt sah man ihn im Herbst 2014 in HIRNGESPINSTER (Regie: Dirk Bach).

Tobias Moretti wurde sechs Mal mit der Goldenen Romy als beliebtester Schauspieler ausgezeichnet, zwei Mal mit dem Grimme Preis, dem Bayerischen und Deutschen Fernsehpreis, dem Goldenen Löwen, dem Gertrud-Eysoldt-Ring der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für „König Ottokar“, dem Bayerischen Filmpreis für seine Darstellerische Leistung in HIRNGESPINSTER (2014, Regie: Christian Bach) und DAS FINSTERE TAL sowie zuletzt mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller in DAS FINSTERE TAL.

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